Wie viel Schreien ist normal?

Babysprache | MutterKindBox

Was dir dein Baby sagen will, wenn es schreit

In den ersten Monaten weint und schreit das Baby, um sich zu verständigen und zu sagen, dass etwas nicht passt. Wie sollte es das auch anders machen? Auch gesunde und glückliche Babys weinen täglich zwischen 1-3 Stunden. Babys sprechen dabei eine ganz eigene Sprache, die Eltern mit der Zeit immer besser verstehen. Es kann viele Gründe haben, warum das Kleine schreit. Wer weiß, welche das sind, kann prüfen warum es weint und es somit beruhigen.

Hunger

Das ist wohl der häufigste Grund warum ein Neugeborenes schreit. Es braucht alle 2-4 Stunden Milch, denn durch den kleinen Bauch bleibt es noch nicht lange satt. Erste Anzeigen für Hunger sind ein Öffnen des Mundes, Kopfdrehen und suchen, sowie kreisende Bewegungen. Ist das Kleine bereits sehr hungrig wird es sich strecken, die Hand zum Mund führen und sich stärker mit dem ganzen Körper bewegen. Wenn diese ersten Anzeichen übersehen wurden, wird es unruhig und muss daher erst beruhigt und danach gefüttert werden. Das Baby weint, verkrampft sich dabei und wird rot. Nun ist es wichtig mit dem Kleinen zu kuscheln. Baue Hautkontakt auf indem du es auf deine Brust legst, es streichelst und mit ihm redest. Dann ist es Zeit zu füttern und auf die nächsten ersten Anzeigen von Hunger zu achten.

Müdigkeit

Ein Baby muss viele neue Eindrücke verarbeiten und braucht viel Energie. Darum schafft es ein Neugeborenes nur ca. 45-60 Minuten wach zu bleiben. Dann zeigt sich bereits wieder Müdigkeit. Plane also regelmäßig Pausen ein. Sonst könnte dein Kleines aus Überforderung zu schreien beginnen und trotz starker Müdigkeit nur schwer einschlafen.

Es ist unbequem

Ein Neugeborenes kann sich nicht selbst umdrehen. Es kann auch nichts dagegen machen, wenn die Kleidung zwickt, die Windel voll ist oder drückt. Dann schreien Babys um Aufmerksamkeit zu bekommen. In diesem Fall hilft meist die Windel zu wechseln und das Baby damit auf andere Gedanken zu bringen.

Bedürfnis nach Nähe

9 Monate lang war das Kleine permanent mit der Mutter verbunden. In den ersten Lebenswochen fühlt es sich daher oft alleine. Es schreit, um Sehnsucht nach Nähe und Liebe auszudrücken. Dann heißt es kuscheln und tragen. Das vermittelt dem Baby Sicherheit.

Zu kalt/zu warm

Einem Baby ist schnell zu kalt oder zu warm, da es die eigene Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren kann. Daher weinen manche beim Wickeln, weil ihnen ohne Kleidung bereits zu kalt ist. Wenn es aber zu viel an hat, ist ihm oft zu heiß und das ist gefährlich! Prüf die Temperatur deines Babys am Nacken oder Bauch.

Unwohlsein

Oft schreit ein Baby trotzdem einfach weiter und lässt sich nicht beruhigen. Dann solltest du auf die Tonlage achten. Schreit es höher als sonst? Dann könnten Schmerzen dahinterstecken. Hier kann dir der Kinderarzt weiterhelfen. Schreit das Kleine besonders schrill? Das kommt oft von einer Reizüberflutung und es braucht eine Pause.

Was ist ein Schreibaby?

Wenn sich das Kleine regelmäßig nicht beruhigen lässt, kann es wahrscheinlich den Schlaf-Wach-Rhythmus nicht regulieren. Das trifft auf ca. 20 % der Neugeborenen zu. Wichtig ist, dass die Eltern Ruhe bewahren. Sonst regt das das Baby noch mehr auf. Beim Schreien kann es sein, dass das Baby Luft schluckt. Das führt zu Blähungen und Bauchkrämpfen. Frag den Kinderarzt um Rat. Spätestens nach 5-6 Monaten finden auch Schreihälse ihren Rhythmus und werden ruhiger.