Ein Tag im Leben einer Mama

Ein Tag im Leben einer Mama

Der Kleine kennt kein Wochenende

Tap tap tap tap tap tap. Die Augen wandern zum Radiowecker neben dem Bett und er zeigt knapp 5 Uhr früh, als diese wunderbaren Geräusche zu hören sind. Tap tap tap tap tap tap. Schnell unter der Decke verstecken. Aber es hilft alles nichts. „Maaaammaaaa, munter - runter gehen - spielen!“. Jeglicher Versuch den Frühaufsteher wieder ins Bett zu bekommen scheitern kläglich. Er kennt kein Wochenende – dass man da eigentlich länger schlafen kann – eigentlich.  Also gut, liebster Sohn, dann gehen wir runter spielen! Mama und Papa wechseln sich ab, wer nach unten spielen geht. Heute ist die Mama dran und Papa darf noch weiterschlafen.

Später wird dann gemeinsam frühgestückt.

Den Vormittag verbringen wir meist zu hause. Unser Sohn ist fast 2,5 Jahre alt und man kann mit ihm schon wunderbar gemeinsam spielen. Am liebsten mag er seine kleinen Autos. Egal ob Bagger, Traktor, Batmobil, Müllauto, etc., alles wird gewaschen, betankt, eine Runde durchs Wohnzimmer gefahren, die Omas abgeholt oder einkaufen gefahren. Herrlich, die Fantasie eines kleinen Kindes.

Und spielt Papa mit, dürfen auch Stunts, Action und sonstige Abenteuer nicht fehlen. Da werden auch die Männer wieder zu Kindern. Während die Männer also spielen, geht die Mama kochen.

Bis in die Küche hört man das herzliche Lachen, da geht das Herz auf und die morgendliche Müdigkeit ist bereits vergessen. Dann geht’s ab zum Mittagsschlaf. Dieser dauert zwischen ½ und 2 ½ Stunden. Heute schläft er 2 Stunden, so kann sich auch die Mama noch ein bisschen auf die Couch hinlegen. Frisch und munter geht’s dann für alle zum Mittagessen.

Nach dem Essen gehen wir nach draußen. Es wunderschöner Herbsttag, obwohl eigentlich schon November ist. Wir haben das Glück direkt am Waldrand zu wohnen und mit einem kurzen Spaziergang zu einem Rehgehege zu gelangen. Es ist immer noch ein Highlight für ihn, obwohl wir schon so oft hier waren. Dann gehen wir eine Runde zum Teich nebenan, Fische sind zwar leider keine mehr zu sehen, aber das Laub rundherum ist sowieso viel interessanter. Kaum ist ein Haufen gemacht, wird dieser zerstört und das Laub hoch in die Lüfte geworfen. Hier ist es wieder, dieses herzliche Kinderlachen. Zuhause wärmen wir uns dann bei etwas Tee und Obst wieder auf. Nebenbei werden ein paar Puzzles gelöst – Biene Maja ist zur Zeit der Renner. Am späteren Nachmittag besuchen wir die Urlis. Was der Urli-Opa dem Kind alles für Blödsinn lernen kann! Amüsant,  die Urlis dürfen das. Dann können wir noch in den Hühnerstall gehen und uns frische Eier holen.

Zuhause angekommen wird wieder gespielt oder gemalt. Wobei das Malen eigentlich die Eltern übernehmen und der kleine Künstler lieber tausend Mini-Schnipsel mit der Kinderschere schneidet.

 Zum Abendessen gibt eine Jause. Es wird alles auf den Tisch gestellt und jeder nimmt worauf er Lust hat. Und ob man es glaubt oder nicht, der Sohnemann greift am liebsten zu Gurke, Paprika und Paradeiser bzw. alles was auf Papas Teller liegt.

Nach dem Essen spielen wir verstecken. Und wir müssen uns immer gleich verstecken, der Kleinste gibt uns genau vor, wo er uns zu finden hat. Ein richtiger Kommandant schon! Papa muss hinter den Vorhang und Mama unter die Kuscheldecke auf der Couch. Dann geht’s los, „1-4-5-6-7-8-9-10 – ich komme“ (2 und 3 wird prinzipiell ausgelassen). Und wie schnell er uns immer findet,…

Anschließend darf Papa heute den Sohn schlafen legen. Es werden die Zähne geputzt, noch 2-3 kurze Geschichten vorgelesen oder 3 Mal dieselbe, weil er so gerne hört, wie die Heule Eule von den anderen Tieren getröstet wird, gekuschelt und um 20.00 Uhr schläft ein zufriedenes Kind ein. Ein „soooo lieb“ und eine Umarmung vor dem Schlafen gehen, lassen auch wieder vergessen, dass wir morgens um 5.00 Uhr wieder ein „tap tap tap tap tap – Maaaaama munter“ hören werden.