Zum Thema Kaiserschnitt

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10 Dinge, die jede Schwangere darüber wissen sollte

Vor einigen Jahren war ein Kaiserschnitt, vor allem bei Promis, aufgrund der Planbarkeit sehr beliebt. Heutzutage möchten die meisten Mütter ihr Baby (wieder) auf natürlichem Weg zur Welt bringen. Daher denken viele die Infos zum Thema Kaiserschnitt seien für sie nicht relevant. Dennoch – es kann jedem passieren. Es gibt verschiedene Gründe warum der Eingriff zur Notwendigkeit wird. Dazu zählen die Lage des Babys, die eine normale Geburt riskant oder unmöglich machen kann, ein Nabelschnurvorfall, Gebärmutterriss oder sonstige Komplikationen bei Mutter und Kind.

Was passiert bei einem Kaiserschnitt?

  1. Ein Kaiserschnitt ist eine Operation. Daher bekommst du ein Anästhetikum. Dabei kann eine regionale Betäubung, wie eine PDA, zum Einsatz kommen. Bei einem Notkaiserschnitt ist auch eine Vollnarkose nicht unüblich, weil es hier schnell gehen muss.
  2. Trotz Betäubung kann es sein, dass du spürst wenn das Baby herausgezogen wird. Aufgrund der Medikamente wirst du es aber kaum wahrnehmen. Ein seltsames Gefühl!
  3. Du behältst Infusionen und Katheter im Normallfall für mindestens einen Tag nach der Geburt.
  4. Nach dem Eingriff aufzustehen ist meist sehr schmerzhaft. Dennoch ist es wichtig täglich ein paar Schnitte zu gehen. Es hilft dem Körper schneller zu heilen und verbessert die Blutzirkulation.  
  5. Es kann sein, dass du bei der Narbe für längere Zeit schmerzempfindlich bist. Hier helfen Schwangerschaftsunterhosen, die bis zum Nabel reichen. Im Krankenhaus bekommst du Netz-Unterhosen. Es muss nicht gut aussehen, sondern bequem sein!
  6. Du könntest Schmerzen haben, wenn du lachst, niest oder hustest. Drück ein Kissen gegen deinem Bauch, um das ungute Gefühl zu lindern. Dein Lieblings-Kissen sollte daher immer in der Nähe sein.
  7.  Um die Folgeschmerzen zu Hause besser zu ertragen, bekommst du Schmerzmittel. Sie werden dir helfen, aber versuch die Medikamente in deinem Tempo auch bald wieder abzusetzen. 
  8. Wie auch nach einer natürlichen Geburt ist das erste Mal auf der Toilette kein Vergnügen. Ein Tipp um das große Geschäft erträglicher zu machen, ist Stuhlweichmacher zu probieren. Passende Tabletten bekommst du in der Apotheke. Außerdem kann es helfen Joghurt zu essen. 
  9. Du darfst nichts heben, das schwerer ist als dein Baby. Ansonsten besteht die Gefahr, dass deine Schnittwunde verletzt oder aufreißt.
  10. Es braucht Zeit um zu heilen! Bedenke, dass ein Kaiserschnitt ein schwerwiegender Unterleibseingriff ist. Davon erholt man sich nicht von einen Tag auf den Nächsten. Es kann Monate dauern bis du dich wieder wie vorher fühlst.

Eine Kaiserschnitt-Geburt ist nicht wirklich „leichter“ als eine natürliche Geburt. Vor allem danach brauchen du und dein Körper mehr Zeit um sich davon zu erholen. Wie auch immer deine Entbindung geplant ist, es schadet nicht sich mit dem Thema auseinander zu setzen.