Wassergeburt

Wassergeburt | MutterKindBox

Das solltest du darüber wissen!

Immer wieder entscheiden sich Frauen für eine Wassergeburt. Dabei findet die Entbindung in einer Wanne mit warmem Wasser statt. Teilweise wird nur die Wehen-Phase im Wasser verbracht, oft aber auch die Geburt selbst. Hintergedanke ist, dass sich die werdende Mutter in der warmen Flüssigkeit besser entspannen kann. Auch das Baby empfindet weniger Stress, da es 9 Monate in der Fruchtblase war.

Vorteile:

  • Das warme Wasser beruhigt und entspannt.
  • Durch den Auftrieb fühlt man sich weniger schwer. Das begünstigt die Bewegung und neue Positionen.
  • Der Auftrieb führt zu effizienteren Kontraktionen des Uterus. Außerdem wird die Blutzirkulation verbessert. Das bedeutet weniger Schmerzen für die werdende Mutter und mehr Sauerstoff für das Baby.
  • In Wasser einzutauchen kann den Blutdruck senken, der sich durch die Anspannung erhöht.
  • Es scheint als würde das Wasser Stress-Hormone reduzieren. So kann der Körper mehr Endorphine produzieren.
  • Ein Dammriss ist im Wasser weniger wahrscheinlich.
  • Viele Frauen fühlen sich im Wasser wohler, da es eine gewisse Privatsphäre bietet. Das wiederum reduziert Anspannung und Ängste.

Risiken & Gefahren:

  • Nach einer PDA kann eine Wassergeburt nicht forgesetzt werden. Da die Beine durch die Betäubung nicht gut reagieren, könnte man im Notfall nicht rasch genug aus der Wanne steigen. 
  • Bei Komplikationen im Geburtskanal mit der Nabelschnur, könnte das Baby versuchen Luft zu schnappen und Wasser einatmen.
  • Wenn du Herpes hast, könnte dieser leicht durch das Wasser übertragen werden.
  • Steißlage – es wurden bereits Wassergeburten durchgeführt, wo erst das Hinterteil bzw. die Füße herauskamen. Dennoch ist das nicht ungefährlich, sprich dich daher mit deiner Hebamme ab.
  • Bei starkem Blutverlust oder Infektionen der Mutter ist von einer Wassergeburt abzuraten.
  • Mehrlingsgeburten im Wasser haben bereits funktioniert, sind aber riskant.
  • Bei Frühchen (ab 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin) wird diese Art der Geburt nicht empfohlen.

Wassertemperatur

Beim Schwimmen und Baden während der Schwangerschaft solltest du immer auf die Temperatur des Wassers achten (max. 37° C). Ist das Wasser zu heiß, besteht das Risiko, dass der Köper überhitzt und durch den Schweiß zu viel Wasser abgibt. Daher gilt es auch im Wasser genug zu trinken.