Was hilft gegen das Schreien?

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Nicht weinen!


Liebkosungen für das Baby

Manchmal hat das Baby offenbar alles, um sich wohlzufühlen. Es hat gegessen, wurde gewickelt, ist nicht krank - trotzdem weint es weiterhin und lehnt das Spielzeug ab, das du ihm geben wolltest. Sein Wunsch kann einfacher sein, als du denkst - es möchte einfach nur in die Arme genommen werden.  
Hälst du nichts von Bemerkungen wie zum Beispiel: „Du wirst ein verwöhntes  Kind aus ihm machen“ oder „Das Kind wird schlechte Angewohnheiten haben“. Menschen, die so etwas sagen, kennen die Bedürfnisse von Kindern nicht und insbesondere nicht die deines Kindes.  Was die Leute auch reden, nimm dein Baby in den Arm, wenn es das jetzt braucht. In deinem Armen wird sich das Baby sicher und geschützt gegen die Außenwelt fühlen. Es ist nichts Besonderes, wenn es sich von Zeit zu Zeit dadurch Kraft und Energie holt.

Das Baby schreckt plötzlich aus dem Schlaf

Die meisten Babys sind im Halbschlaf sehr unruhig, so dass sie durch ihre eigenen Bewegungen gestört werden.  Dann weinen sie, schlafen wieder ein, wachen wieder auf und weinen wieder. Dieses Weinen dauert aber meist nicht lange.

Das Baby langweilt sich

Hättest du gedacht, dass dies schon in diesem Alter möglich ist? Nein? Es ist aber doch so. Es gibt tatsächlich sehr aktive Babys, die nur weinen, wenn sie sich langweilen. Wäre dir nicht auch langweilig, wenn du ganz alleine in einer Babyschale liegen würdest, ohne etwas zu tun und ohne etwas bewundern zu können? Ja, auch das Baby braucht Zerstreuung. Sprich mit ihm. Wenn es ganz einfach nur am häuslichen Leben teilnehmen kann, ist es den ganzen Tag beschäftigt.

Weinen zur Erleichterung oder vermeintliche Koliken

Oft weinen Babys am Ende des Tages ohne besonderen Grund. Sie weinen dann untröstlich viele Stunden lang am Abend. Auch wenn diese Krisen für Eltern schwer zu ertragen sind und sie sich dem Kind gegenüber hilflos fühlen, braucht das Kind dieses Weinen, da es damit ein Zuviel an Spannungen abbauen kann.  Es ist im übrigen nicht zufällig, dass diese Krisen am Abend kommen, wenn die Familie am nervösesten ist, nämlich vor dem Zubettgehen.  Wiege das Kind sanft, wenn es in diesem Zustand ist.  Auch wenn deine Bemühungen erfolglos scheinen, fühlt sich das Baby gehalten, geliebt und verstanden.

Welche Tricks kann man anwenden, um das Baby zu trösten?

Manche Mittel sind ganz einfach: Das hungrige Baby füttern, es wickeln, wenn die Windel nass ist. Andere Mittel sind subtiler, führen nicht an jedem Tag zum gleichen Erfolg. Hier mußt du nach Möglichkeiten suchen! Je mehr du dein Baby beobachtest, umso besser wirst du es kennen lernen und schneller wissen, wie du es trösten kannst.

Schnuller-Baby oder Daumenlutscher-Baby?

Saugen stellt einen natürlichen Instinkt bei Kindern dar. Es ruft Erinnerungen an die wohligen Momente der Mahlzeiten und den Duft seiner Mutter wach und ist tröstlich. Durch Lutschen und Saugen kommen manche Babys mit ihren kleinen und großen Ängsten vor der Umwelt zur Ruhe. Warum sollte man sie daran hindern?

Wie ein kleines Känguruh?

Vor allem ist der Mensch ein Tragling. Ein Babytragetuch oder eine Känguruhtasche ist daher eine gute Sache, denn damit bist du nicht nur mobiler sondern vermittelst deinem Baby Wohlbefinden, da es von deinen Bewegungen geschaukelt wird und deinen Herzschlag spürt.

Musik wirkt besänftigend

Ein sanftes Lied zur Beruhigung deines Babys? Deine Stimme, die ein Wiegenlied singt? Die bekannte Melodie der Spieldose, die dein Baby tröstet? Die meisten Babys lieben Musik! Versuche herauszufinden, welche musikalischen Vorlieben dein Kind hat! Vielleicht hast du ja auch damit schon in der Schwangerschaft begonnen? Dann wird sich dein Kind durch das immer wieder gehörte Lied leichter beruhigen lassen.

Gleichmäßige Geräusche

Dein Baby schläft ein wenn der Staubsauger läuft oder die Waschmaschine schleudert. Viele Babys beruhigt ein gleichmäßiges Geräusch. 

Ein Spaziergang hilft meistens

Die meisten Babys beruhigen sich bei einem Spaziergang, wenn sie im Tragetuch liegen oder ein einer Bauchtrage sitzen. Auch im Kinderwagen beruhigen sich viele kleine Schreihälse. Wenn gar nichts mehr hilft, kann man eine Runde Auto fahren - für die meisten Babys ein sicheres Schlafmittel.

Schlimme Babys gibt es nicht!

Ein Baby tut nichts aus Bösartigkeit oder nur um dich zu ärgern. Denke also ja nicht, dass du es deswegen zurechtweisen musst. Das bringt gar nichts außer Ärger für dich!

Alle Babys haben das Bedürfnis, sich sicher zu fühlen, aber manche sind empfindlicher, ungeduldiger, nervöser, schreien mehr und sind „lebendiger“. Jedes Kind ist eben anders.