Warum wir Babys lieben müssen

Baby Natur | MutterKindBox

Wie die Natur unsere Wahrnehmung beeinflusst

Babys sind wichtig, um das Überleben der Menschheit zu sichern. So gut wie jeder hat positive Gefühle, wenn er ein Baby sieht. Die Natur hat einige Tricks auf Lager, damit sie uns an die Kleinen bindet, auch wenn es einmal nicht so rosig läuft. Wir erklären 4 davon:

  • Oxytocin

Oxytocin ist ein gehirnregulierendes Hormon, das wie eine Droge wirkt. Es entspannt und macht unheimlich glücklich. Das Hormon wird beispielsweise nach dem Sex, bei Verliebten oder beim Stillen freigesetzt.

Babys versprühen dieses wirkungsvolle Hormon förmlich. Es wird auch gerne als Kuschelhormon bezeichnet, denn bei Hautkontakt mit dem Baby oder auch nur bei Blickkontakt, kommt es zum Einsatz. So garantiert die Natur, dass Mütter quasi süchtig nach ihren Babys werden.

  • Babys sehen immer dem Vater ähnlich

Väter suchen bei ihren Babys instinktiv nach Ähnlichkeiten zu sich selbst. Auch wenn sie in einer monogamen Beziehung leben, vergewissern sie sich automatisch, ob es auch tatsächlich ihr Sprössling ist. Die Ähnlichkeit beseitigt evolutionsbedingte Zweifel an der Vaterschaft.

Im Jahr 2000 wurde eine Studie durchgeführt, bei der junge Eltern gefragt wurden wem das Baby ähnlich sähe. Beinahe jedes der 60 Paare antwortete „dem Vater“. Danach wurden 100 Mütter alleine befragt. Nur mehr 27 % sagten, dass das Kleine Ähnlichkeit mit dem Vater hat. Die Natur manipuliert also die Mutter so, dass sie – im Beisein des Vaters – denkt, es besteht diese Ähnlichkeit. Grund dafür ist einfach die Evolution und der unbewusste Wunsch nach einer harmonischen Familie.

  • Hormongesteuerte Vatergefühle

Während sich Mütter um den Nachwuchs kümmern, fühlen sich Väter manchmal vernachlässigt. Doch die Natur fand einen Weg, um zu garantieren, dass sich der Mann nicht einfach eine andere Frau sucht. Während der Schwangerschaft und der Geburt produziert der Körper des Vaters auf Vorrat Prolactin. Dieses ist das Gegenstück zu Testosteron. Es ist auch der Grund dafür, dass Männer keine multiplen Orgasmen haben können. Denn nach dem Sex wird es freigesetzt und sorgt für ein zufriedenes, manchmal emotionales, aber keineswegs erotisches Gefühl. Dieses Gefühl bekommen Väter auch in Gegenwart ihres Babys.

Das Hormon unterstützt also die Vater-Kind Bindung und garantiert dem Baby, dass es den Vater mit niemandem teilen muss. Sein erotisches Interesse an (anderen) Frauen erlischt daher in der Nähe des Kleinen. Außerhalb von Babys Kraftfeld verdrängt Testosteron das Prolactin wieder und die Lust kommt zurück.

  • Wir lieben instinktiv jedes Baby

Wenn wir Babys sehen, haben wir automatisch positive Gefühle gegenüber diesen Zwergen. Denn bereits das bloße Ansehen löst einen Reiz im Belohnungszentrum des Gehirns aus. Die Natur stellt damit sicher, dass sich auch andere Menschen als die leiblichen Eltern um das Baby kümmern können.

Allein durch die Optik finden wir Babys einfach süß. Die großen Augen, die kleine Nase und den übergroßen Kopf – es ist das sogenannte Kindchen-Schema, das wir instinktiv lieben.